Vor einigen Jahren wurde mit den Ü40-Leistungsabzeichen eine neue Herausforderung ins Leben gerufen, bei welchen altgediente Feuerwehrkameraden ihr Können aufs Neue unter Beweis stellen können. Alle Teilnehmer müssen am Tag der Abnahme mindestens 40 Jahre alt sein und müssen mindestens zwei Jahre zuvor die höchste Stufe Gold-Rot abgelegt haben. Nach der 2019 ins Leben gerufenen Prüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ folgte 2026 auch „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“. Letzterer stellte sich vor kurzem die 42. Hilfeleistungsgruppe der Feuerwehr Arrach – als erste Gruppe im KBI-Bereich Bad Kötzting - auf dem Haibühler Sportplatzgelände. Ehrenkommandant Matthias Schmid bereitete die Gruppe im Vorfeld auf die Abnahme vor.
Für die Hilfeleistungsgruppe galt es vor den Augen der Schiedsrichter, eine verunfallte, eingeklemmte aber ansprechbare Person innerhalb von 240 Sekunden aus dem Unfallfahrzeug zu befreien. Ein wichtiger Bestandteil dieser Prüfung ist der sichere Umgang mit dem hydraulischen Rettungsgerät (Spreizer und Schere). Zudem mussten die Prüflinge ihr Wissen bei der Gerätekunde unter Beweis stellen. Hierbei galt es, verschiedenste Gerätschaften und Werkzeuge im Feuerwehrauto zu finden. Auch mussten – je nach Funktion oder zu absolvierender Stufe - Fragebögen korrekt ausgefüllt werden. Des Weiteren stand eine Truppaufgabe auf dem Programm. Alle Aufgaben konnten vor dem Schiedsrichterteam, bestehend aus KBM Konrad Kellner, Ehren-KBM Josef Pritzl und Leiter UG ÖEL Martin Silberbauer fehlerfrei erfüllt werden.
„Man erkennt sofort, dass ihr schon viele Jahre mit dem Fahrzeug und seinen Gerätschaften arbeitet“, attestierte KBM Konrad Kellner den Prüflingen zufrieden. Er zollte den Prüflingen seinen Respekt dafür, dass diese nach langer Leistungsabzeichen-Pause sich der Aufgabe wieder stellten. „Euer hervorragendes Ergebnis spricht für sich“, so der Kreisbrandmeister. Auch Martin Silberbauer und Josef Pritzl schlossen sich den Lobesworten ihres Schiedsrichterkollegen an. Pritzl betonte besonders die ruhige Arbeitsweise der Gruppe. „Ihr kennt das Fahrzeug und wisst, wo ihr hinlangen müsst“, so der Ehrenkreisbrandmeister. Des Weiteren sprach stellv. Kommandant Florian Pfeffer seine Glückwünsche im Namen der Feuerwehr aus. „Ihr seid eine erfahrene Gruppe, die weiß, was zu tun ist“, so Pfeffer. Er sprach auch Andreas König als kurzfristig eingesprungenen Ersatzteilnehmer seinen großen Dank aus und lud die Gruppe und Schiedsrichter auf eine Brotzeit ins Feuerwehrhaus ein.
Die Teilnehmer:
- Stefan Schmid (Gruppenführer; THL Ü40 Bronze)
- Armin Stahl (Maschinist; THL Ü40 Bronze)
- Michael Stahl (Melder; THL Ü40 Bronze)
- Gerhard Mühlbauer (WTF; THL Ü40 Bronze)
- Andreas Lohberger (WTM; THL Ü40 Bronze)
- Andreas König (STF; THL Stufe 6 Gold-Rot)
- Franz Aschenbrenner (STM; THL Ü40 Bronze)
- Johannes Haselsteiner (ATF; THL Ü40 Bronze)
- Matthias Schmid (ATM; THL Ü40 Bronze)

