Sie ist die höchste Auszeichnung, die man in der Deutschen Jugendfeuerwehr erreichen kann: Die Jugendleistungsspange. Am Samstag stellten sich etwa 80 Jugendliche dieser durchaus anspruchsvollen Herausforderung, welche im KBI-Bereich Bad Kötzting stets im zweijahres-Rhythmus auf dem Haibühler Sportplatzgelände stattfindet.
Inspektionsjugendwart Daniel Iglhaut hieß die Jugendlichen willkommen und gab eine kurze organisatorische Einweisung in den Ablauf der Abnahme. Über Wochen haben sich die Jugendlichen zusammen mit ihren Jugendwarten auf die verschiedenen Aufgaben vorbereitet. So galt es, den Aufbau einer 120 Meter langen Schlauchleitung als Schnelligkeitsübung, Kugelstoßen, das Absolvieren eines Staffellaufes, den Aufbau eines Löschangriffs mit Wasserentnahme und drei C-Rohren sowie die Beantwortung von Testfragen zu meistern. Kommandant Jürgen Obermeier aus Kaikenried (Landkreis Regen) überwachte als Abnahmeberechtigter für die Deutschen Jugendfeuerwehren den korrekten Ablauf der Prüfung. Ihm standen zahlreiche Schiedsrichter, bestehend aus Kommandanten, Führungskräften und Kameraden aus dem gesamten KBI-Bereich unterstützend zur Seite. Alle Gruppen konnten die einzelnen Aufgaben mit Bravour bei schweißtreibenden Temperaturen meistern.
Bei der anschließenden Siegerehrung dankte Inspektionsjugendwart Daniel Iglhaut den Jugendlichen samt Jugendwarten und Ergänzungsteilnehmern für deren Teilnahme. Mehrere Teilnehmergruppen setzten sich aus verschiedenen Feuerwehren zusammen, um die notwendige Anzahl an Jugendlichen zu erreichen. „Das spiegelt den hervorragenden Zusammenhalt zwischen den Feuerwehren wider“, so Iglhaut zufrieden. Die gemeinsame Gruppe der Feuerwehren Katzbach und Sinzendorf (bei Waldmünchen) waren bei der Abnahme in der eigenen Inspektion verhindert und schlossen sich kurzerhand der Abnahme in Haibühl an. Sein großer Dank galt auch den Jugendfeuerwehren Haibühl-Ottenzell und Arrach, welche sich wieder für den Aufbau sowie die Verpflegung verantwortlich zeigten.
Arrachs dritter Bürgermeister Christian Neumaier betonte, dass sich der technische Stand der Feuerwehren ständig weiterentwickle. „Eines verändert sich jedoch nicht: Die Menschen mit ihrem Engagement und Zusammenhalt dahinter“, so der Bürgermeister. Er lobte weiter die viele investierte Zeit in die Vorbereitung, welche nicht selbstverständlich sei. „Bleibt weiter dran“, so sein Appell an die Jugendlichen.
Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer betonte stolz, dass man sich mit der diesjährigen Abnahme bereits über die 20. Jugendleistungsspange im KBI-Bereich freuen könne. Die Anwesenheit zahlreicher Bürgermeister zeige die große Wertschätzung für die Jugendfeuerwehren. Auch dürfe er die Grüße von Landrat Christian Schindler übermitteln, welchem die Jugendfeuerwehren am Herzen liegen. „Tragt das Abzeichen mit Stolz, blickt nach vorne und bleibt dabei“, so die Bitte des Kreisbrandinspektors.
Jürgen Obermeier, Abnahmeberechtigter für die Deutsche Jugendfeuerwehr, wies auf die aktuell schweren Waldbrände in den Nachbarländern hin. Er betonte, dass die Feuerwehren zukünftig immer mehr gefordert sein werden. Die Teilnehmer hätten bei der heutigen Abnahme großes Durchhaltevermögen gezeigt. „Nur zusammen und mit guter Ausbildung können unsere Herausforderungen gemeistert werden“, erinnerte er alle Versammelten. Abschließend erfolgte die feierliche Übergabe der errungenen Abzeichen an die Teilnehmergruppen.

