Das 130-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Arrach vom 9. - 11. Juli 2027 rückt immer näher. Die große Feierlichkeit war auch ein großes Thema bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung für das Berichtsjahr 2025 im Hotel Herzog Heinrich vor kurzem. Vorsitzender Andreas Lohberger hieß dazu alle anwesenden Mitglieder und Ehrenmitglieder sowie Kreisbrandmeister Konrad Kellner, Ehrenkreisbrandrat Johann Weber sowie Ehrenkreisbrandmeister Josef Pritzl willkommen. Nach dem Totengedenken verlas Schriftführer Georg Prantl die Niederschrift der letzten Jahreshauptversammlung.
„Die Festvorbereitungen sind im Vereinsleben immer stärker spürbar“, so Vorsitzender Andreas Lohberger einleitend bei seinem Rückblick. Die vereinseigenen Veranstaltungen im letzten Jahr, etwa der Faschingsball, das Hallenfest, das Adventsfenster oder die Seeweihnacht, seien sehr gut besucht gewesen. Auch umgekehrt freute er sich über eine „super Beteiligung“ bei den besuchten Veranstaltungen, darunter die Festbesuche in Stachesried, Gotzendorf, Harrling, Grafenwiesen und Arnbruck. Insgesamt könne man auf 62 besuchte Feste, Veranstaltungen und Versammlungen zurückblicken. „Eine stets respektabel hohe Beteiligung, auch im Hinblick auf unser Gründungsfest“, so Lohberger dankbar an die Mitglieder. Eine wiederholt gute Nachfrage konnte das vereinseigene Spülmobil verzeichnen, welches sechs Mal für insgesamt 10 Tage bei verschiedenen anderen Feuerwehren und Vereinen im Einsatz war. Sehr komfortabel sei auch der aktuelle Mitgliederstand, welcher im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb. So waren im letzten Jahr fünf Neuaufnahmen zu verzeichnen, jedoch auch ein Austritt sowie vier Todesfälle. Zum Jahresende konnte die Feuerwehr 318 Mitglieder zählen, davon 243 Passive/Förderer sowie 75 Aktive. Bei seinem Ausblick auf 2026 betonte Lohberger besonders die Gründungsfeste in Vorderbuchberg, Wolfersdorf, Thenried, Hohenwarth und Chamerau, bei welchen man mit zahlreichem Erscheinen gute Werbung für das eigene Gründungsfest machen müsse. Auch das 55-jährige Gründungsfest des ASV Arrach sowie das 80-jährige Gründungsfest des SC Arrach-Haibühl würden Highlights in 2026 darstellen. Im Anschluss stellte Lohberger eine Anpassung der Geschäftsordnung vor, welche einstimmig durch die Versammelten befürwortet wurde. Auch einen ausführlichen Sachstand über die Vorbereitung des 130-jährigen Gründungsfestes und die Arbeit des Festausschusses gab er den Versammelten.
Kassier Martin Hupf gab einen Überblick über die aktuelle Kassenlage der Feuerwehr. Im vergangenen Jahr hätten die Einnahmen die Ausgaben – u.a. aufgrund der bestens besuchten Veranstaltungen und einzelnen Sondereinnahmen - deutlich überstiegen. Die Mitgliedsbeiträge bewegen sich auf einem „komfortablen Stand“. Auch die zahlreichen Spenden, die Hupf namentlich verlas, seien eine wichtige Einnahmequelle für die Wehr. Die Kasse wurde im Vorfeld von Tobias Koller und Andreas Geiger geprüft, sodass die Mitglieder den Kassieren Martin Hupf und Thomas Pfeffer einstimmige Entlastung erteilten.
„Die Brand- und THL-Einsätze steigen leider stetig an“, resümierte Kommandant Simon Pfeffer das abgelaufene Einsatzjahr. Besonders in Erinnerung bleibe der Brandeinsatz im Spänebunker der Schreinerei Gleißner, bei welchem – neben zahlreichen anderen Einsatzkräften – alleine von der Arracher Wehr 34 Aktive und Atemschutzgeräteträger im Einsatz waren. Auch der neu beschaffte Abrollbehälter Saug/Druck mit seinen 12.000 Litern Wasser habe sich bei mehreren Einsätzen – besonders in abgelegenen Gebieten - mittlerweile bestens bewährt. Insgesamt war die Arracher Wehr im vergangenen Jahr bei 55 Einsätzen, die meisten davon Brand- und THL-Einsätze, gefordert. Bei den Übungen sei die groß angelegte Katastrophenschutzübung „Flammendes Steindl“ im Ossergebiet besonders prägend und lehrreich gewesen. Ein „großes Highlight für die Zukunft der Wehr“ hätte die Abnahme der ersten Kinderflamme dargestellt. Allgemein sei die Feuerwehrführung sehr zufrieden über die erfolgreiche Arbeit der Kinderfeuerwehr, welche „bereits erste Früchte trage“. Aktuell kann die Wehr 75 Aktive zählen, welche insgesamt 4.353 Mannstunden geleistet haben. Im Anschluss nahmen die Führungskräfte mit Bürgermeister Gerhard Mühlbauer die Ehrungen und Ernennungen vor.
Jugendwart Christoph Aschenbrenner freute sich über einen Lichtblick bei der Zahl der Jugendlichen, welche sich nach schwierigen Jahren langsam erhole. Zum Jahresende waren acht Jugendliche zu zählen, darunter ein Übergang in die aktive Mannschaft und vier Neuzugänge aus der Kinderfeuerwehr. Auch 2026 seien wieder drei Übertritte aus der Kinderfeuerwehr zu erwarten. Insgesamt leistete die Jugendfeuerwehr 262 Mannstunden (inkl. Jugendwarte). Sehr erfolgreich und mit respektabler Helferzahl sei wieder das Rama Dama sowie die Christbaumsammlung verlaufen.
Über die Nachwuchsarbeit der Kinderfeuerwehr berichtete Leiterin Romana Eckl den Versammelten. Mit 18 Kindern (13 Jungen und fünf Mädchen) blieb die Mitgliederzahl trotz vier Abgängen in die Jugend nahezu stabil, da man sich über drei Neuzugänge freuen konnte. Die Übungen und Gruppenstunden seien stets gut besucht, auch konnte man erstmals die Kinderflamme erfolgreich ablegen. „Es ist gut angelaufen und läuft auch gut weiter“, so Eckl stolz. Highlights waren der Ausflug in die Rettungswache Furth im Wald sowie die Präventionsveranstaltung „Regeln auf dem Eis“ in Zusammenarbeit mit Gemeinde und DLRG. Auf insgesamt 769 geleistete Stunden kann die Kinderfeuerwehr inkl. Betreuerinnen und Aktive zurückblicken. Auch Vorsitzender Andreas Lohberger freute sich, dass die Kinderfeuerwehr „gute Früchte trägt“ und bereits für Verstärkung in der Jugendgruppe sorge.
Leiter Atemschutz Andreas Multerer ließ die Brandeinsätze des vergangenen Einsatzjahres Revue passieren. Besonders betonte auch er den Spänebunkerbrand bei der Schreinerei Gleißner, welcher zahlreiche Einsatzkräfte forderte. Die Wehr könne auf einen sehr komfortablen Stand von 27 Atemschutzträgern zurückgreifen, so Multerer stolz. 21 davon waren mindestens an einer Übung oder einem Einsatz beteiligt.
„Eure gesellschaftliche Unterstützung tut unserer Gemeinde sehr gut“, dankte Bürgermeister Gerhard Mühlbauer den Versammelten für die stets zahlreiche Beteiligung an verschiedensten Feierlichkeiten von Vereinen und Kirche. Für das Gründungsfest im kommenden Jahr wünschte er der Wehr alles Gute und bestes Gelingen. „Ein voller Erfolg“ sei die Gründung der Kinderfeuerwehr gewesen, welche bereits für Verstärkung in der Jugend sorge. Auch der aktiven Mannschaft sprach er großen Dank aus. „Euer Eingreifen verhindert immer Schlimmeres“, so der Bürgermeister.
Kreisbrandmeister Konrad Kellner verkündete erfreut, dass die Arracher Wehr „ihre Hausaufgaben zu 100% erfüllt habe“. Die neuen Kommandanten hätten ihre „Feuertaufe“ erfolgreich bestanden und im Hinblick auf Übungen und Einsätze stets ihr Soll bestens erfüllt. Auch die Dienste in den Sondereinheiten wie UG ÖEL oder Flughelfer seien nicht zu vernachlässigen. „Euer kommendes Fest wird eine große Aufgabe, aber mit eurem hervorragenden Zusammenhalt meistert ihr es sicher hervorragend“, so der Kreisbrandmeister.

