Löschen - Bergen - Schützen - Retten
Aktuelles aus dem Jahr 2012:
Beerdigung
von Johann Brandl
„Wir
sind nur Gast auf Erden“. Dieses bekannte Kirchenlied zitierte Pfarrer Franz
Xaver Weber bei seiner Ansprache zum Trauergottesdienst für Johann Brandl aus
Arrach, der am 20. März im Alter von 59 Jahren aus dem Leben gerissen wurde.
Der „Mojer Hans“, wohnhaft Am Anger 5, wurde am 18. Oktober 1952 geboren. In
tiefer Trauer hinterlässt er Sohn Norbert Brandl mit Freundin und die übrige
Verwandtschaft. „Geboren werden, da sein, leben, sterben müssen. Das
Abschiednehmen ist unsere Losung.“, so der Priester. Die musikalische
Umrahmung lag beim Kirchenchor.
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Wachablösung
in der Führung der FFW Arrach
Wolfgang Vogl dankt nach 18 Jahren ab – Stephan Schmid sein Nachfolger
Die Jahreshauptversammlung der FFW Arrach, die im Seminarraum des Hotels Herzog Heinrich stattfand, war ein Schnittpunkt in der Geschichte der Wehr. Vorsitzender Wolfgang Vogl konnte zu der Zusammenkunft neben 45 Feuerwehrkameraden auch Bürgermeister Sepp Schmid, KBI Michael Stahl, KBM Josef Pritzl, KBM a.D. Reinhard Kollmer, die Ehrenmitglieder Willi Schmid und Alfons Steger sowie Ehrenkommandant Herbert Schmid begrüßen. Eine Gedenkminute wurde für die verstorbenen Mitglieder Franz Pfeffer, Alois Gierstl, Alfons Menacher und Franz Rainer eingelegt. Schriftführer Georg Prantl ließ die letzte Jahreshauptversammlung Revue passieren. Aus dem Vereinsleben berichtete Wolfgang Vogl, dass der Faschingsball, das Hallenfest und ein Kameradschaftsabend stattgefunden hätten. Insgesamt acht Verwaltungsratssitzungen wurden abgehalten. Im Jahr 2011 sei ein Mitglied verstorben. Im Gegenzug dazu konnten sechs Neuaufnahmen verbucht werden. Zum Jahresschluss 2011 betrug der Mitgliedsstand 280 Mitglieder, die sich in 15 Ehrenmitglieder, 181 fördernde Mitglieder, 66 Aktive und 18 Feuerwehranwärter gliedert.
Eine ausgeglichene Kassenlage mit guten Einnahmen durch Veranstaltungen und Spenden legte Kassier Gerhard Greil dar. „Das macht zufrieden.“ Als größere Ausgabe verbuchte er den gelungenen Bau einer Verkaufshütte. Sein Aufruf an alle war, sich bei einem Bankwechsel baldmöglichst zu melden, um Fehlbuchungen zu vermeiden. Die Kasse wurde von Stefan Frisch und Manuel Dattler geprüft, so dass eine Entlastung des Kassiers erteilt werden konnte.
Kommandant Matthias Schmid bezeichnete den vergangenen Zeitraum als ein durchschnittliches Jahr, wo man von größeren schweren Einsätzen verschont geblieben sei. Entgegen dem allgemeinen Trend seien die Verkehrsunfälle rückläufig. 69 Einsätze wurden gefahren. Dazu zählten 39 technische Hilfeleistungen, ein Großbrand und viele mittlere und kleinere Brände. Bei 48 Übungen in Theorie und Praxis konnte der Ausbildungsstand verbessert werden. Ein Schwerpunkt dabei war die Einweisung in den neuen Rettungssatz, die dreimal stattgefunden hat. Besonderes Augenmerk galt der möglichst realistischen Darstellung von Autounfällen in neun Fallbeispielen. „Das Herrichten der Unfallsituation dauert meist länger als die Übung selber.“ Außerhalb des Ortsbereichs wurden Gemeinschaftsübungen mit den Feuerwehren Haibühl, Lam, Lohberg, Arnbruck und Rimbach durchgeführt. Eine besondere Herausforderung war die im Rahmen der Aktionswoche durchgeführte THL-Übung für neun Feuerwehren in Vogelwiese. Erfreulich ist, dass zehn Leute als Ausbilder im KBI-Bereich Bad Kötzting tätig sind. Als besonderes Vorbild stellte er Franz Aschenbrenner („Rancher“) heraus, der heuer wegen Erreichen der Altersgrenze ausscheidet. Er war bei sämtlichen Einsätzen stets dabei. Die durchschnittliche Übungsbeteiligung lag bei 19 Kameraden. Insgesamt 4 926 Mannstunden wurden abgeleistet. Als Ziele hat man sich die Verbesserung der Tagesalarmsicherheit, die ständige Aus- und Weiterbildung, das Heranführen der Jugend an den aktiven Dienst und die Zusammenarbeit mit der FFW Haibühl-Ottenzell gesetzt. Auch Frauen in der Wehr werden künftig Thema sein.
Ehrungen gingen an Maximilian Kreuzer und Florian Pfeffer (10 Jahre) und Michael Drexler (20 Jahre). Die Beförderung zum Feuerwehrmann wurde Nicolas Greil, Tobias Koller, Martin Hupf und Christian Weber zuteil, während Florian Pfeffer sich künftig als Löschmeister bezeichnen darf.
Die fälligen Neuwahlen, die reibungslos über die Bühne gingen, leitete Bürgermeister Sepp Schmid mit Hilfe von Reinhard Kollmer und Sepp Pritzl. Nachdem sich der Vorsitzende Wolfgang Vogl nicht mehr zur Wahl stellte, galt es, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Vogl war 18 Jahre erster Vorsitzender und vier Jahre im Stellvertreteramt tätig und hat, laut Sepp Schmid, stets hervorragende Arbeit geleistet. „Du hinterlässt ein gut bestelltes Feld.“
Wolfgang Vogl dankte bei seiner Amtsübergabe allen seinen Weggefährten und wünschte seinem Nachfolger viel Glück und Erfolg im Amt. Als Stellvertreter fungiert künftig Gerhard Mühlbauer. Schriftführer und Kassier wurden in ihrer Tätigkeit bestätigt. Die Wahl der Kassenprüfer wurde für nächstes Jahr zurückgestellt. Stephan Schmid bat um umfassende Unterstützung und zahlreiche Teilnahme an allen Aktivitäten.
Spendenübergabe der Jugend – FFW Arrach Dreh- und Angelpunkt im Bereich Gefahrgut und Umweltschutz
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung übergab Kommandant Matthias Schmid den Jahresbericht 2011, der die Summe an Aktivitäten eindrucksvoll zusammenfasst, an Bürgermeister Sepp Schmid. Jugendwart Andreas Lohberger kündete in seinem Bericht von 862 Mannstunden, die sich aus feuerwehrtechnischer Ausbildung, Übungen mit der aktiven Mannschaft, Freizeitgestaltung und Gerätepflege zusammensetzen. Herausragende Ereignisse waren die Abnahme der Jugendleistungsspange im Juli, der Wissenstest, die Aktion „Rama Dama“ und die „Spendenaktion Floriansbrot“. Drei Jugendliche fanden den Weg zur FFW, sodass man momentan auf einem Stand von 18 Jugendlichen ist. Die Tendenz ist leicht rückläufig. „In Bezug auf Neuzugänge müssen wir uns einspreizen.“, so Lohberger. Im laufenden Jahr werden in die aktive Wehr fünf Jugendliche übernommen.
Der Feuerwehrjugend ist es ein Anliegen, sich am Vereinsleben zu beteiligen. Deshalb übergab Jugendleiter Andreas Lohberger die stolze Summe von 500 Euro aus der Jugendkasse an die beiden neu gewählten Vorsitzenden Stephan Schmid und Gerhard Mühlbauer.
Laut Gefahrgutbeauftragtem Bernhard Hatzinger war das Jahr 2011 von zwei Meilensteinen geprägt. Am 1. April wurde die Erstalarmierung der Arbeitsgruppe Gefahrgut und Umweltschutz „scharf geschaltet“, die bei definierten Einsatzstichworten die örtlichen Kräfte bei Einsätzen unterstützt. Die Alarm- und Ausrückeordnung sieht vor, dass die FF Arrach hier mit allen Fahrzeugen ausrückt. Bei einem Gasaustritt in Zandt am 13. Oktober kannte dies auch erstmals erfolgreich getestet werden. Als weiterer Glanzpunkt zählt die Indienststellung eines gebrauchten Wechselladerfahrzeugs WAB Abstützmaterial/ Umweltschutz im November. Weit über 400 Arbeitsstunden investierten die Kameraden in den Umbau. Die Grundidee dazu kam von KBI Michael Stahl, der das erschwingliche Fahrzeug gefunden und den Kauf in die Tat umgesetzt hat. Das neue Einsatzmittel dient mit seinem umfangreichen Zubehör der Gefahrenabwehr bei Gefahrgut- und Umwelteinsätzen in der gesamten Inspektion. Bei einem Sturmschaden am 16. Dezember kam es erstmals zum Einsatz. Schulungen zu den Themen Messtechnik und Ölwehr wurden durchgeführt, ein Vortrag über Biogasanlagen abgehalten und ein CSF-Einsatztraining auf der Übungsstrecke in Poing durchgeführt. „Der Bericht zeigt auf, dass die FFW Arrach nach wie vor Dreh- und Angelpunkt der Aktivitäten im Bereich Gefahrgut und Umweltschutz in der Inspektion ist.“ Ein großes Lob hatte Hatzinger für Bürgermeister Sepp Schmid parat, der die Feuerwehren nicht nur von Amts wegen unterstützt, sondern auch als aktiver Kamerad selber zu Übungen ausrückt. „Das ist längst nicht selbstverständlich.“, meinte der Fachberater Gefahrgut".
Für den Bereich Atemschutz sprach Gerhard Mühlbauer. Alle Übungen waren gut besucht. Im vergangenen Jahr waren die 26 aktiven Geräteträger insgesamt 2 125 Minuten unter Atemschutz. Mit sechs Trupps war man beim Großbrand bei der Mooshütte eingesetzt. Als neue Gerätschaften wurden eine Wärmebildkamera und eine Funkmaske erwähnt. Für 2012 sind fünf Übungen und Lehrgänge geplant.
Als „kleines Pflänzchen, das langsam wachsen muss“ bezeichnet KBI Michael Stahl in seinem Grußwort die Zusammenarbeit mit der FFW Haibühl-Ottenzell. Auch mit den Kollegen aus der Partnergemeinde Janovice funktioniere es gut. Persönliche Worte des Dankes und der Hochachtung fand er für den ehemaligen Vorsitzenden Wolfgang Vogl. Vor zwei Jahren hatte dieser die Bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille verliehen bekommen. Auch an Andreas Geiger ging ein Dank für zwölf Jahre Dienst als zweiter Vorsitzender.
Bürgermeister Sepp Schmid sah es als Pflicht und Schuldigkeit der Gemeinde, die Feuerwehr mit der passenden Ausrüstung zu versorgen. Die Brände heutzutage und der Sicherheitsstandard der modernen Autos stellten große Ansprüche an Leistung und Ausrüstung der Wehren. Je 20 Überjacken wurden für die Jugendgruppen der beiden Wehren in der Gemeinde vor kurzem angeschafft. „Ihr leistet hervorragende Arbeit in allen Bereichen. Jedes neue aktive Mitglied tut der Wehr gut.“
Mit einstimmigem Votum schloss sich die Versammlung dem
Vorschlag des Vorsitzenden an, Wolfgang Vogl zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.
Dies soll in angemessenem Rahmen beim nächsten Kameradschaftsabend geschehen.
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Übung Eisrettung
Die Feuerwehr Arrach hat am vergangenen Wochenende auf die aktuellen Witterungsbedingungen reagiert und ihren Übungsplan kurzfristig abgeändert. Anstelle der geplanten Atemschutzübung beraumte Kommandant Matthias Schmid eine Übung zur Eisrettung an. Viele Gewässer sind derzeit zugefroren und eignen sich daher für unterschiedliche Wintersportaktivitäten. Dabei sollte man jedoch kritisch die Eisdicke prüfen. Nicht an allen Stellen kann das Eis gefahrlos betreten werden. Erst ab einer Kerneisschicht von 15 Zentimeter ist das Eis ausreichend tragfähig. Am Seepark wird die Eisschicht von der Gemeindeverwaltung regelmäßig geprüft und es erfolgt eine offizielle Freigabe oder ggf. Sperrung. An anderen Gewässern sollte man selbst die Eisstärke prüfen. Vorsicht ist geboten an fließenden Gewässern oder Einlaufstellen von Kanälen und dergleichen, da sich dort kaum bzw. nur sehr dünnes Eis bildet. Die Feuerwehr Arrach verfügt über mehrere Möglichkeiten zur Eisrettung. Dabei bedient man sich verschiedener Hilfsmittel, angefangen von Steckleiterteilen, Leinen, Rettungsring, Spine Board, Schleifkorbtrage, Schlauchboot mit kufenförmigen Unterbau bis hin zu einem Wasser- und Eisrettungsanzug vom Typ Helly Hansen. Unterstützt wurden die Feuerwehrausbilder von Ralf Schönfeld von der Wasserwacht Lamer Winkel, der einen speziellen Wurfsack zur Eis- und Wasserrettung demonstrierte. Um die Einsatzmöglichkeiten realitätsnah zu testen wurde mit der Motorsäge ein Loch in das Eis geschnitten. Anschließend begab sich ein Kamerad mit dem Eisrettungsanzug in das kalte Wasser um sich von seinen Kameraden retten zu lassen. Auch Kreisbrandinspektor Michael Stahl zählte zu den interessierten Beobachtern. Im Notfall werden auch die Feuerwehren zur Eisrettung alarmiert und sind häufig noch vor der Wasserrettung am Einsatzort.
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FFW
Arrach zeigte sich auch auf Tanzparkett stark
Faschingsball sehr gut besucht – fantasievolle Maskenprämierung
Die momentan herrschende sibirische Kälte dürfte die Feuerwehrkameraden aus Arrach wohl „kalt gelassen“ haben, denn bei ihrem Faschingsball am vergangenen Samstag fror bestimmt niemand, als im Saal des Gasthauses Aschenbrenner die heimische Kapelle „Coole Muh“ für musikalische Stimmung sorgte. Mit ihrer mitreißenden temperamentvollen Musik trafen die fünf jungen Musiker um „Dammerl“ Thomas Hantke, die sich auch faschingsmäßig passend gewandet hatten, genau den Nerv ihres Publikums und so war die Tanzfläche stets brechend voll.
Vorsitzender Wolfgang Vogl war sichtlich erfreut über den guten Besuch und begrüßte vor allem die Jugendlichen, die stark präsent waren. Ein Willkommensgruß galt dem Schirmherrn Dr. Johannes Hautmann und weiteren Feuerwehrpersönlichkeiten, allen Vereinsabordnungen, der zweiten Bürgermeisterin Marion Weber und der Frauenbeauftragten der Inspektion Bad Kötzting, Steffi Lohberger. Zusammen mit Anna Weinfurtner von der Jugendfeuerwehr Haibühl-Ottenzell schwang er das Tanzbein beim Eröffnungstanz.
Unter die Ballgäste hatten sich auch einige maskierte Gruppen gemischt, die zur Maskenprämierung aufmarschierten. Mit der besten Verkleidung gefielen die „Blue-Man-Group“, gefolgt von einer Afrikaner-Gruppe und einer Kuhherde nebst Senner.
Das fröhliche Vergnügen der Tanzenden zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Hinter dem Bartresen hatten die Barkeeper alle Hände voll zu tun, um die Getränkewünsche ihrer Gäste zu erfüllen. Auch der Heimfahrservice wurde gerne angenommen.
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